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Die europäische Digitalstrategie – Fluch oder Segen?

Am 19. November 2025 hat FGvW als Sponsor beim HighTech Summit der bwcon teilgenommen. Unter dem Motto „Tech meets Impact“ trafen sich Start-ups, etablierte Unternehmen, Forschende und verschiedene öffentliche Institutionen, um zu diskutieren, wie Technologien wie KI, Automatisierung und Digitalisierung echten Mehrwert schaffen können.

Rechtsanwältin für Daten- und Datenschutzrecht Laura Emmeluth hielt gemeinsam mit Peter Strohm vom Startup Machinetalk einen Vortrag zur KI-VO und dem Data Act unter dem Titel „Die europäische Digitalstrategie – Fluch oder Segen?“.

Laura Emmeluth sprach zunächst über den Anwendungsbereich von Data Act und KI-VO, den verschiedenen Rollen unter den beiden Rechtsakten und den daraus resultierenden Rechten und Pflichten für Unternehmen in Europa. An dem Fallbeispiel der Einführung einer KI-basierten Produktionsplanung erkläre Laura Emmeluth, was auf Unternehmen in Zukunft durch die beiden Rechtsakte zukommen kann. Peter Strohm ergänzte dies mit seiner Erfahrung als Unternehmer im Bereich Daten und KI. Die Teilnehmer stellten viele Fragen, wurden über Umfragen im Vortrag immer wieder eingebunden und erzählten über den jeweiligen Umsetzungsstand in ihren Unternehmen, wodurch ein toller Austausch stattfand. 

Und das Fazit von Laura Emmeluth und Peter Strohm? Die europäische Digitalstrategie ist beides – Fluch und Segen! Der hohe Compliance-Aufwand ist derzeit auch in der Beratungspraxis spürbar, die Rechtstexte der EU sind mitunter schlecht ineinander verzahnt, enthalten an manchen Stellen Widersprüche und Unklarheiten und vor allem bleiben für den Anwender viele Fragen offen. Bereits die Frage, ob ein Unternehmen von den Rechtsakten betroffen ist, lässt sich regelmäßig nur von Rechtsberatern mit fundierten Kenntnissen in den Rechtsakten klären. Im Gegenzug soll die europäische Digitalstrategie einen verlässlichen und europaweit einheitlichen Rechtsrahmen für alle Anbieter bieten, was im Ergebnis ein Sicherheitsniveau für Nutzer und Verbraucher schaffen und Europa als Standort auszeichnen soll. Laura Emmeluth rät – besonders vor dem Hintergrund der bestehenden Rechtsunsicherheiten – derzeit zu einem pragmatischen Umgang mit den Rechtsakten. Wichtig ist, sich mit den Rechtsakten auseinanderzusetzen, den Anwendungsbereich zu klären (lassen) und die Fristen einzuhalten. Denn mag es bis zu den Best Practices auch noch ein paar Jahre dauern, sehen beide Rechtsakte bei der Missachtung von Pflichten hohe Bußgelder vor, die es zu vermeiden gilt.

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