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Brexit: Vorbereitungen für ein Scheitern der Verhandlungen

Auch wenn es keiner so recht wahrhaben will: Weniger als fünf Monate vor dem 29. März 2019, dem Brexit-Datum, ist ein Deal zwischen dem UK und der EU immer noch in weiter Ferne. Mit jedem Tag, der ohne einen Durchbruch bei den Verhandlungen (konkret: mit einer Lösung des Nordirland-Problems) ins Land geht, steigt die Wahrscheinlichkeit für einen harten Brexit, also ein Ausscheiden des UK aus der EU ohne einen Plan für die Zeit danach.

Nachdem die EU bereits seit Längerem detaillierte Hinweise für den Fall der Fälle vorhält, hat das UK zwischenzeitlich nachgezogen und einen eigenen Katalog erstellt. In den sehr technischen Ausführungen kann man leicht die Übersicht darüber verlieren, welche konkreten Auswirkungen der Brexit für das eigene Unternehmen haben wird.

In diesem Zusammenhang möchten wir auf zwei (wie wir finden) hervorragende Veröffentlichungen des Deutschen Industrie- und Handelskammertags verweisen. Der DIHK unterhält eine eigene Brexit-Themenseite und hat dort unter anderem ein Brexit-Wörterbuch zur Verfügung gestellt. Von „A wie Austrittsabkommen“ über „G wie Grundfreiheiten“ bis „Z wie Zölle“ werden darin die wichtigsten Begrifflichkeiten und Themen rund um den Brexit erläutert. Außerdem hat der DIHK eine Brexit-Checkliste erstellt. Anhand dieser Liste kann sich jeder selbst eine gute Übersicht über die konkreten Auswirkungen des Brexit auf sein Unternehmen verschaffen.

Noch besteht Hoffnung, dass ein harter Brexit Theorie bleibt: Entweder, weil bald ein Abkommen über einen verträglichen Abschied des UK geschlossen wird, oder, weil der Brexit einfach nicht stattfindet. Wem hoffen aber nicht genug ist, der tut gut daran, sich langsam aber sicher auf den Worst Case vorzubereiten.

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