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Ilva Schiessel, Rechtsanwältin bei Friedrich Graf von Westphalen & Partner in Freiburg

"Der erste Kontakt zu FGvW fand kurz im Anschluss an meine mündliche Prüfung im Juni 2014 statt. Das Erste Staatsexamen in der Tasche, begab ich mich auf den Fakultätskarrieretag der Universität Freiburg. Am Stand von FGvW waren gleich mehrere Anwälte, Associates und Partner, anwesend, die sich mit den Interessenten unterhielten und zu jeder Frage ausführlich Stellung nahmen. Mir war sofort bewusst, dass man sich hier nicht nur für eine Examensnote interessierte, sondern vielmehr auch für die Person, die hinter dieser Note steht.

Als Referendar bei FGvW wird man grundsätzlich einem Partner zugewiesen, der den Ausbildungsauftrag gegenüber einem konkreten Referendar wahrnimmt, diesem Aufgaben zuweist und mit ihm bespricht. Hierdurch wird gewährleistet, dass man eine ständige Betreuung erhält und Ausbildungsinhalte gemeinsam mit dem Ausbilder erarbeitet und reflektiert werden.

Die Aufgaben, die ich als Referendarin erhielt, waren abwechslungsreich und stellten mich immer wieder vor neue, fachliche Herausforderungen. Meinem damaligen Ausbilder und heutigen Vorgesetzten im gewerblichen Rechtsschutz, Herrn Dr. Douglas, lag es besonders am Herzen, dass ich den breit gefächerten Überblick über das Beratungsfeld seiner Abteilung erhielt, den ich für die Entscheidung über meine spätere berufliche Schwerpunktsetzung benötigte. So bearbeitete ich hauptsächlich Fälle aus dem Wettbewerbs-, Marken- und Urheberrecht.

Doch auch mit zwei, mir bis zum Beginn dieser Station völlig unbekannten Rechtsgebieten, dem Apothekenrecht und Heilmittelwerberecht, kam ich täglich in Berührung, da auch hier ein wesentlicher Beratungsschwerpunkt von Herrn Dr. Douglas liegt. Insbesondere in diesem Zusammenhang hat sich mir wieder einmal mehr offenbart, wie facettenreich und zugleich alltagsbezogen der Beruf des Anwaltes eigentlich ist bzw. sein kann. Ob ein Bonus- und Rabattsystem bei rezeptpflichtigen Arzneimitteln rechtlich zulässig ist, ist eine Frage, mit der man während des Studiums nie in Berührung kommt. Genau das macht den Reiz der Tätigkeit aus, denn insbesondere bei diesen, mir bis zum damaligen Zeitpunkt unbekannten Rechtsproblemen, muss man sich auch als Referendar eine Arbeitsmethodik aneignen, die in der beruflichen Praxis unabdingbar ist, nämlich die Fähigkeit, lösungsorientiert und pragmatisch im Interesse des Mandanten zu agieren.

Die jeweilige Aufgabenstellung variierte von Fall zu Fall, sodass ich neben Schriftsätzen an Gerichte und außergerichtlichen Schreiben an Gegner und Mandanten auch Aktenvermerke über konkrete Rechtsprobleme für die interne Bearbeitung verfasste. Dabei arbeiten Referendare aber nicht nur im Hintergrund. Herr Dr. Douglas legte vielmehr besonders viel Wert darauf, dass ich ihn und andere Kollegen zu Gerichtsterminen begleite.

Bei der Bearbeitung steht man als Referendar bei FGvW im ständigen Austausch mit dem Ausbilder. Nicht selten kommt der Ausbilder auf den Referendar zu, um konkrete Rechtsfragen zu besprechen. Hier ist selbständiges Denken und aktive Teilnahme am fachlichen Austausch unter Kollegen gefragt. Es verwundert deshalb nicht, dass einem der Ausbilder auf Augenhöhe begegnet. Überhaupt ist Anteilnahme am kollegialen Miteinander besonders erwünscht, dies zeigt sich insbesondere dadurch, dass Referendare sofort als Teil der Gemeinschaft aufgenommen werden. Sie sind beim gemeinsamen Mittagessen mit Anwälten und Partnern in der nahegelegenen Altstadt immer gern gesehen. So bieten sich schnell Möglichkeiten für den Austausch über berufliche und persönliche Interessen. Auch gemeinsame Kaffeepausen mit Kollegen sind keine Seltenheit. Dieses Arbeitsumfeld empfand ich seit jeher als angenehm, weil nicht das Gefühl entsteht, dass sich die einzelnen Fachbereiche der Kanzlei voneinander abschotten.

Das Referendariat ist Ausbildungszeit und deshalb waren mir bei der Auswahl auch Weiterbildungsmöglichkeiten besonders wichtig. Bei FGvW besteht die Möglichkeit, an internen Fortbildungen der Kanzlei teilzunehmen. Inzwischen wird auch unter dem Slogan „training@fgvw: Vom Studium in die Praxis“ ein spezielles Programm für Referendare angeboten, das die Referendare auf die anwaltliche Tätigkeit im Allgemeinen, losgelöst von einer konkreten Fragestellung vorbereiten soll. So durfte ich z.B. an der Veranstaltung „Verhandlungstraining für zukünftige Anwältinnen und Anwälte" teilnehmen, die nicht nur äußerst lehrreich war, sondern darüber hinaus auch sehr viel Spaß machte.

Nach all den positiven Eindrücken, die ich bereits während des Referendariats sammeln durfte, überrascht es nicht, dass ich nach dem Zweiten Staatsexamen sehr gerne zu FGvW zurückkehrte und nunmehr als Rechtsanwältin im gewerblichen Rechtsschutz tätig bin. Nach wie vor empfinde ich die Tätigkeit in der Kanzlei als spannend und abwechslungsreich und bin begeistert von dem kollegialen Miteinander. Kurz gesagt, einen besseren Einstieg ins Berufsleben hätte ich mir nicht vorstellen können."

Ilva Schiessel

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