Aktuelles

Keine pauschale Verweigerung von mehr als zwei Wochen Urlaub möglich

Eine generelle Beschränkung des Erholungsurlaubs auf höchstens zwei zusammenhängende Wochen verstößt gegen § 7 Abs. 2 S. 1 BurlG. Eine Aufteilung ist nur bei konkreten dringenden betrieblichen oder persönlichen Gründen zulässig, pauschale Personalknappheit reicht nicht aus. Urlaub kann zudem im Eilverfahren zu gewähren sein, wenn sonst eine Vereitelung droht. So entschied das Landesarbeitsgericht Thüringen mit Beschluss vom 02.03.2026...

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Arbeitsrecht

Neue Rechtsform in Sicht: Die Gesellschaft mit gebundenem Vermögen (GmgV)

Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) und das Bundesministerium der Finanzen haben im März 2026 ein Rahmenkonzept für eine neue Gesellschaftsform vorgelegt: die Gesellschaft mit gebundenem Vermögen (GmgV). Was steckt dahinter – und was bedeutet das für die Praxis? Schon seit einigen Jahren hält sich die Überlegung einer neuen Rechtsform wacker: Unter dem...

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Gesellschaftsrecht

Arbeitsunfähigkeit gleich Amtsunfähigkeit?

Zeigt ein arbeitsunfähig erkranktes Betriebsratsmitglied seine Amtsfähigkeit gegenüber dem Betriebsrat an, darf aus seiner fortdauernden Arbeitsunfähigkeit nicht ohne Weiteres auf seine Amtsunfähigkeit geschlossen werden. Dies entschied das LAG Hessen mit Beschluss vom 02.02.2026 (Az. 16 TaBVGa 2/26). Sachverhalt Der Antragsteller ist Flugzeugbetanker und Mitglied im Betriebsrat seines Einsatzbetriebes. Seit Dezember 2022 ist er arbeitsunfähig krank und...

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Arbeitsrecht

Prämie, unterlassene Zielvereinbarung, Schadensersatzanspruch, Ausschlussfrist

Das Landesarbeitsgericht Hamm hat mit Urteil vom 11.09.2025 entschieden, dass im Rahmen einer arbeitsvertraglichen Prämienvereinbarung das Unterlassen einer Zielvereinbarung von Arbeitgeberseite einen Schadensersatzanspruch des Arbeitnehmers begründen kann, der allerdings bei einer wirksam vereinbarten Ausschlussfristenregelung verfallen kann. Sachverhalt Die Parteien streiten im Berufungsverfahren noch über einen Schadensersatzanspruch des Klägers vor dem Hintergrund einer unterbliebenen Zielvereinbarung für...

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Arbeitsrecht

FGvW stärkt Nachfolge-, Stiftungs- und Steuerrechtspraxis in Hamburg mit Dr. Georg Tolksdorf und Vanessa Siemer

Wir setzen under Wachstum im Bereich Erbrecht und Unternehmensnachfolge sowie im Stiftungs- und Steuerrecht mit dem Zugang von Dr. Georg Tolksdorf LL.M. als Partner und Vanessa Siemer als Associate fort. Beide wechseln von ADVANT Beiten an den Hamburger Standort von FGvW. Dr. Tolksdorf berät Privatpersonen und Unternehmer umfassend im Erb- und Stiftungsrecht sowie bei der...

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Erbrecht und Unternehmensnachfolge

Steuerrecht

Stiftungsrecht

Wirksamkeit einer Freistellungsklausel – Widerruf der Dienstwagennutzung

Das Bundesarbeitsgericht hat entschieden, dass eine Regelung im Arbeitsvertrag in Form einer allgemeinen Geschäftsbedingung, nach der der Arbeitgeber berechtigt ist, den Arbeitnehmer im gekündigten Arbeitsverhältnis bis zum Ablauf der Kündigungsfrist unter Fortzahlung der Vergütung von der Arbeitsleistung freizustellen, unwirksam ist. Sachverhalt Der Kläger war seit Januar 2022 als Gebietsleiter im Vertriebsaußendienst bei der Beklagten tätig,...

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Arbeitsrecht

Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall, erschütterter Beweiswert von Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen, zeitliche Koinzidenz

Die ärztliche Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ist im deutschen Arbeitsrecht das zentrale Beweismittel für das Vorliegen krankheitsbedingter Arbeitsunfähigkeit. Ihr kommt grundsätzlich ein hoher Beweiswert zu. Gleichwohl ist dieser nicht unerschütterlich. Insbesondere im Zusammenhang mit einer Kündigung können Zweifel entstehen, wenn sich bestimmte Auffälligkeiten im zeitlichen und tatsächlichen Ablauf ergeben. Das Urteil des Landesarbeitsgerichts Baden-Württemberg vom 28.11.2025 – 7 Sa 33/25...

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Arbeitsrecht

Aktuelle BGH-Entscheidung zur Zulässigkeit von sog. Hinauskündigungsklauseln bei Managementbeteiligungen: Konkretisierte Leitlinien für Unternehmenspraxis und Vertragsgestaltung

Die Beteiligung von Fremdgeschäftsführern als Gesellschafter an den von ihnen geführten Unternehmen ist in der Praxis ein beliebtes Gestaltungsmittel. Diese sog. Managementbeteiligungen sollen die Geschäftsführer dazu motivieren, die Interessen von Gesellschaftern und Geschäftsführern am wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens zu vereinheitlichen und das Management an das Unternehmen zu binden. Häufig besteht eine enge Verknüpfung zwischen der...

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Gesellschaftsrecht

Geschäftsgeheimnisse: Erforderlichkeit angemessener Schutzmaßnahmen

Will ein Unternehmen seine Geschäftsgeheimnisse unter den Schutz des GeschGehG stellen, muss es angemessene Maßnahmen zum Schutz dieser Geheimnisse ergreifen. Je höher der Schutzwert ist, desto effektiver müssen die Schutzmaßnahmen sein. Das hat das Landesarbeitsgericht Baden-Württemberg mit Beschluss vom 03.07.2025 (Az. 8 Ta 1/25) entschieden. Sachverhalt Dem Beschluss des Landesarbeitsgerichts Baden-Württemberg liegt folgender Sachverhalt zugrunde: Die klagende...

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Arbeitsrecht

Eine Nachtragsverteilung ist auch nach Erteilung der Restschuldbefreiung grundsätzlich möglich

Die Nachtragsverteilung von Vermögensgegenständen ist grundsätzlich auch nach der Erteilung der Restschuldbefreiung möglich; insbesondere gehören Steuererstattungsansprüche des Insolvenzschuldners, die vor oder während des Insolvenzverfahrens entstanden sind, zur Insolvenzmasse und können im Rahmen der Nachtragsverteilung an die Gläubiger ausgekehrt werden. Dies präzisierte der Bundesgerichtshof (BGH) mit seiner Entscheidung. Sachverhalt Der Entscheidung des BGH lag eine Rechtsbeschwerde...

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Insolvenzrecht und Sanierung

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