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FGvW berät Medizintechnik-Startup SpinDiag beim Einstieg von Investoren

Das Freiburger Startup SpinDiag hat einen Schnelltest für Antibiotika-resistente Krankheitserreger entwickelt. Nun erhält das Unternehmen finanzielle Unterstützung von drei Business Angels aus Baden-Württemberg. Bei der Verhandlung der Finanzierungsrunde wurde SpinDiag von unserem Freiburger Büro unter der Federführung von Partner Gerhard Manz beraten.

Multiresistente Keime sind ein Dauerproblem in Krankenhäusern und Arztpraxen. SpinDiag hat einen Test entwickelt, mit dem Patienten, die in eine medizinische Einrichtung eingeliefert werden, innerhalb von 30 Minuten auf alle relevanten antibiotikaresistenten Krankheitserreger direkt vor Ort untersucht werden können. Ziel ist es, unnötige und gefährliche Ansteckungen anderer Patienten zu vermeiden. Bisher dauern solche Tests 24 - 72 Stunden. Durch das frühe Wissen über Bakterien und Resistenzen kann in deutschen Krankenhäusern die Zahl der Infektionen erheblich reduziert werden, weil schnell die passende Entscheidung bzgl. Therapie und Quarantäne getroffen werden kann. Für diese Entwicklung hat SpinDiag u.a. 2016 den Health-i-Award von Handelsblatt und Techniker Krankenkasse gewonnen.

Die drei privaten Business Angels aus Baden-Württemberg investieren 1,6 Millionen Euro. Mit dieser Finanzierung kann das siebenköpfige Gründerteam den Schnelltest in die erste Phase der klinischen Erprobung bringen. Das Produkt – eine CD-förmige Kartusche, in der Patientenproben mit biochemischen Lösungen aufbereitet werden – soll zusammen mit einem handlichen Analysegerät 2020 auf den Markt kommen. Das siebenköpfige Gründerteam arbeitet zum großen Teil seit Jahren gemeinsam an der Automatisierung von Diagnosen beim Forschungs- und Entwicklungsdienstleiter Hahn-Schickard in Freiburg. 

Der Kontakt zu FGvW kam über Dr. Michael Lauk zustande, der neben SpinDiag an verschiedenen anderen Startups aus der Medizintechnik beteiligt ist, darunter neuroloop. Im vergangenen Jahr hat sich Aesculap mit einem mehrstelligen Millionenbetrag an neuroloop beteiligt; dabei wurde neuroloop ebenfalls von FGvW beraten.

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